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FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER

– Posthalle Würzburg

Einlass: Uhr Beginn: Uhr
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Aufgewachsen in der Diktatur, geschunden, gedemütigt, bestohlen und geknechtet, sind sie das Produkt der gleichzeitig existierenden Tragödie und Komödie. Subkultur und Kunst werden durch Neuinterpretation der „opera in musica“, zur Kultur einer geschändeten Generation.

 

1987 wurde die Gruppe um Sänger Ray van Zeschau, der sich zu dieser Zeit zu Ehren seines Stiefvaters Wolfgang Hänsch, dem Chefarchitekten des Wiederaufbaus der Semperoper, den Künstlernamen R.J.K.K. Hänsch gab, gegründet. Am 7. Oktober 1988 trat die Band, zu diesem Zeitpunkt noch illegal, erstmals als Freunde der italienischen Oper auf. Schon kurz darauf wurde Regisseur Wolfgang Engel auf sie aufmerksam und engagierte sie für seine dreiabendliche Faust-Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden mit Sänger Ray van Zeschau  als Euphorion. 1989 fliehen Schlagzeuger Tom Gross und Posaunist Rainer A. Schmidt aus der DDR. Neue Mitglieder werden nun Schlagzeuger Ralph Qno Kunze, und Keyboarder, Fagottist und Sänger Roger Baptist (heute Rummelsnuff). Im Frühjahr 1991 stieß Posaunist Rainer A. Schmidt, wieder zur Gruppe. Am 25. März 1991 gelang der Band in Dresden etwas bis dahin Einmaliges. FDIO brachten im Großen Haus des Staatsschauspiel Dresdens eine einmalig aufgeführte Revue zur Aufführung – was als ein für diese Zeit und für die Geschichte des größten Schauspielhauses der DDR mutiges und gewagtes Experiment gewertet werden konnte. Im Winter 1991 erschien ihr erstes Vinyl „Um Thron und Liebe“. Am 23. Dezember 1992 gaben FDIO in Montegalda ihr vorerst letztes Konzert. 1996 brachte Ray van Zeschau bisher unveröffentlichtes Material auf der CD Edle Einfalt - Stille Größe heraus. Ein Jahr später veröffentlichte er Edle Einfalt Stille Größe zusammen mit der 1991er, nun teilremasterten LP Um Thron und Liebe noch einmal zusammen mit Alfred Hilsberg als Einzeltonträger, sowie zusammen als CD-Box auf What’s So Funny About. Erst zwölf Jahre später, am 17. April 2004 trafen sich fast alle noch einmal zu einem Konzert im Dresdner Ballsaal Gare de la Lune anlässlich des 40. Geburtstages von Ray van Zeschau. Den verhinderten Bassisten Heiko Schramm ersetzte Rajko Gohlke (ehemals Tishvaisings, Think About Mutation). Im November 2005 brachte Opernstar René Pape die Band noch einmal komplett zusammen. Für die ARTE-Dokumentation Der Bass René Pape - Mein Herz brennt von Regisseurin Sibylle Muth hatte er sich seinen Wunsch erfüllt, einmal gemeinsam mit den Freunden der italienischen Oper zu musizieren. Fünf Jahre nach ihrem letzten Auftritt schafften es dann der Journalist und Kunstwissenschaftler Alexander Pehlemann sowie das Schauspiel Leipzig, am 17. November 2009 FDIO im Saal des Centraltheater Leipzigs wieder auf die Bühne zu bringen. Da ein Auftritt in der letzten Besetzung von 1992 nicht mehr möglich war, holte Sänger van Zeschau eine fast neue Besetzung ins Boot, abermals mit Rajko Gohlke am Bass, Tex Morton und Alex Anthony Faide an den Gitarren sowie Boris Israel Fernandez am Schlagzeug. 2013 musste Alex Anthony Faide Deutschland verlassen und kehrte in seine Heimatstadt Buenos Aires zurück. Nach vier Jahren wiederholter Pause wurde Joey A. Vaising (The Sonic Boom Foundation, ehemals The Tishvaisings, Think About Mutation) neues Mitglied der Band.

 

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