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DEVIL MAY CARE

–Posthalle Würzburg

Einlass: Uhr Beginn: Uhr

Devil May Care – „Divine Tragedy“

Am schlimmsten ist es, hilflos zu sein. Devil May Care blicken auf ihrem neuen Album „Divine Tragedy“ tief in verschiedene Akte menschlicher Selbstzerstörung. Die elf Songs ihrer dritten Studioplatte begleiten elf verschiedene Wege des Destruktiven, die ein umfassendes Werk niederschmetternder Zeitgeschichte schaffen. Die Band bedient sich hierfür einer beeindruckenden Palette an Referenzen und Einflüssen: Während sich die Struktur der Platte an „Dantes Inferno“ orientiert und damit Literatur aus dem 14. Jahrhundert einschließt, belegt die Band gleichzeitig, wie firm sie in ihrer Szene ist. Unterstützt wird der brachiale Post-Hardcore des Albums so durch Feature-Parts von Szene-Größen wie Like Pacific, Rising Insane, Venues und Sperling. Fans von Bring Me The Horizon, Architects oder Polaris werden von Devil May Care umgehauen sein.

Devil May Care bringen es fertig, all die komplexen und vielfältigen Kapitel ihrer Platte zu bündeln, indem sie sich uralte Literatur zum Vorbild nehmen. „In Dantes Göttlicher Komödie wird der Abstieg in die Hölle beschrieben“, erläutert Heberlein die sehr ungewöhnliche Inspiration. „Die Hauptfigur durchläuft neun Höllenkreise, die überwunden und durchlebt werden müssen, bevor man im Fegefeuer endet. Metaphorisch, strukturell und lyrisch haben wir diesen Abstieg in die Hölle auf die Zerstörung der Menschheit übertragen. Beschrieben werden also elf Stadien, nach denen ein einzelnes Menschenleben beziehungsweise die Menschheit in ihrer Gesamtheit erlischt.“ Bewältigen müssen Devil May Care diese Reise dabei nicht allein. Auf „Divine Tragedy“ ist eine beeindruckende Menge an hochkarätigen Feature-Gästen zu hören, die das äußerst versierte und brachiale Spiel der Band noch um zahlreiche Facetten erweitern. Die Erfolgssingle „Painter“ ist zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit den Metalcore-Durchstartern Rising Insane und kann bis heute über 250.000 Plays allein auf Spotify verzeichnen. Das hymnische „Tragedy“ enthält wiederum einen Gastpart der Stuttgarter Band Venues und im melodisch bebenden „Dayblind“ geben sich Like Pacific die Ehre.

Devil May Cares drittes Album erweist sich so als ungeheuer facettenreicher und schwer zu schluckender Trip, den man erstmal verdauen muss. Wer mitgeht, wird mit einer der vielschichtigsten und mitreißendsten Post-Hardcore-Platten der letzten Jahre belohnt, auf dem sich nicht ohne Grund ein prominentes Kollektiv an Szene-Größen versammelt hat. Ein Album, vor dem man eigentlich weglaufen will – aber bei dem es gerade deswegen umso wichtiger ist, dass wir ganz genau hinhören.

„Divine Tragedy“ erscheint am 05. November 2021 via Uncle M Music sowohl digital als auch auf CD und LP.

Was steht als nächstes an:

ÖZCAN COSAR -VERSCHOBEN

Ersatztermin: 09.12.2022
30.11.2021 - 20.00